(Keine) Angst vor Strom bei EMS-Training

 

Seit jeher nehmen wir Strom als notwendig und nützlich wahr, aber eben auch – als gefährlich. Schon als Kind warnt man uns ständig davor. Kein Wunder, dass die Vorsicht gegenüber Strom tief in uns und unserem Bewusstsein sitzt. 

Deshalb erläutere ich dir heute den Einsatz und die Wirkung von Strom im EMS Training ganz genau. Dabei gehe ich auf Sorgen und Fragen ein, die sich dir im Vorfeld eines Trainings vielleicht stellen und möchte dir gerne alle wichtigen Fakten an die Hand geben, um wirklich gut informiert zu sein. 

Am Ende sende ich dir auch die Gedanken einer Trainierenden, die vor ihrem Probetraining größte Angst vor Strom hatte. 

Um den Zeithorizont der folgenden Fakten einschätzen zu können: EMS Training wird seit 40 Jahren systematisch angewendet und meistens im akademisch-medizinischen Kontext. Die Evidenz und Qualität der Erkenntnisse ist also fundiert. 

Der Strom in uns allen: Lebensnotwendig

Fast all unsere Organe funktionieren aufgrund elektrischer Impulse, die vom Gehirn ausgehen. Diese Impulse steuern unsere Bewegungen und eben auch unsere Organe. Hierfür fließt ständig Strom in die einzelnen Körperpartien.  Wie du vermutlich weißt, kann dieser körpereigene Strom in der Medizin mit elektrischen Geräten gemessen werden. So bildet zum Beispiel das EKG (Elektrokardiodiagramm) die elektrische Aktivität des Herzens ab. 

EMS Training nutzt exakt dosierte elektrische Impulse

Da im menschlichen Körper sogenannte freie Elektronen verfügbar sind, reagiert unser System auch besonders gut auf von außen zugeführte bio-elektrische Impulse: Der Körper kennt diese Impulse und kann gut darauf reagieren. EMS Training nutzt also einen biologischen Effekt, der bereits natürlich im Körper stattfindet. 

Im Training verstärken wir lediglich diesen körpereigenen Effekt, indem wir unseren Muskeln von außen einen zusätzlichen Impuls geben. Dabei sprechen wir ausschließlich die Skelettmuskulatur, also die quergestreifte Muskulatur an. Die Herzmuskulatur sowie die glatte Muskulatur (Organmuskulatur) werden dabei nicht angesprochen. 

Und: Im EMS Training handelt es sich natürlich nicht um direkten Strom aus der Steckdose. Die zertifizierten Trainingsgeräte wandeln den normalen Strom um und senden ausschließlich genau dosierte Impulse mit niederfrequenter Spannung an deine Muskeln. Eine seit vielen Jahren in der Medizin anerkannte Methode.

Zertifizierte Trainingsgeräte von Miha Bodytec

Die EMS Geräte von Miha Bodytec, die wir bei Ars Athletica nutzen sind nach der Medizinprodukteverordnung Richtlinie MDD 93/42/EWG zertifiziert. Diese Verordnung ist das wichtigste Regelungsinstrument zum Nachweis der Sicherheit und der medizinisch-technischen Leistungsfähigkeit von Medizinprodukten im europäischen Wirtschaftsraum.

So werden nach der Richtlinie nur Medizinprodukte zertifiziert, die „für Patienten, Anwender und Dritte einen hochgradigen Schutz bieten, und mit einem hohen Maß des Schutzes von Gesundheit und Sicherheit zu vereinbaren sind“ Quelle

Unsere Trainingsgeräte werden regelmäßig gewartet und umfangreichen Updates unterzogen.  

Die Stromstärke beim EMS Training mit Miha Bodytec liegt maximal bei 10 – 20 mA bei 85Hz. Falls du dich fragst, ob das viel Spannung ist: Sie könnte noch 5-Mal stärker sein und würde immer noch keine negativen Auswirkungen auf den Körper haben. (Quelle z.B. DIN IEC/TS 60479-1: Wirkungen des elektrischen Stromes auf Menschen und Nutztiere – Teil 1: Allgemeine Aspekte  https://www.beuth.de/de/vornorm/din-iec-ts-60479-1/92362401).

Strom: Positive Impulse in der Reha-Medizin

Auch für Herz und Organe sind diese kontrollierten Impulse komplett unbedenklich. Mehr noch: Insbesondere Herzpatienten können von professionell angeleitetem EMS Training profitieren. Der renommierte Sportwissenschaftler Heinz Kleinöder von der Deutschen Sporthochschule Köln hat in einer wissenschaftlichen Studie mit der Herzklinik Bad Oeynhausen EMS Training mit Herzpatienten durchgeführt. In Folge dessen ergaben sich interessante Resultate: Neben der absoluten Unbedenklichkeit für die Trainierenden konnte eine erhebliche Verbesserung der Kraft- und Ausdauerwerte nachgewiesen werden. Quelle: DSHS

Zu lang oder zu häufig trainieren – ohne fachliche Anleitung 

Das einzig bekannte Risiko der Impulsgebung von außen liegt im gleichzeitigen Vorteil des EMS-Trainings: der Trainingsintensität. Denn: Theoretisch kann die Intensität des Trainings und der Impulse unbegrenzt gesteigert werden. Bei unangemessener Steigerung könnte es zu einer Überforderung und in der Folge zu Muskelschäden kommen. Die so entstehenden Abfallstoffe der Muskeln könnten dann (ganz ähnlich wie bei der Belastung durch einem Triathlon, Marathon o.ä.) eine kranke oder nicht ausreichend durchspülte Niere überfordern und zu deren Versagen führen. Für eine gesunde Niere bzw. bei ausreichender Wasserzufuhr ist das Training mit bio-elektrischen Impulsen jedoch bedenkenlos anwendbar. 

Ars Athletica: Sicher trainieren mit geschulten Sportwissenschaftlern. 

Personal Trainer bei Ars Athletica sind Sportwissenschaftler, im Umgang mit EMS ausführlich geschult und werden auch auf Grund ihrer Erfahrung im Umgang mit Menschen im Gesundheitsbereich ausgewählt. All unsere Trainerinnen und Trainer sind sehr verantwortungsbewusst und stellen die Intensität der Trainingsgeräte so ein, dass sich jede/r Trainierende zu 100% wohl fühlt und mit wirksamer aber unbedenklicher Intensität trainiert. 

Zudem empfehlen wir euch, genug zu trinken und die erforderliche Regeneration einzuhalten, sodass ihr von unserem EMS Training nur positive Erfahrungen und gute Gefühle mitnehmt. 

So fühlt sich das EMS-Training für dich an

Je nach Trainingsintensität beschreiben unsere Trainingsteilnehmer das Trainingsgefühl wie einen sanften bis kräftigen Druck mit einer Hand auf einen Muskel. Zusätzlich zur eigenen Muskelanspannung wird genau mit diesem Impuls die Trainingsintensität bei ausgesuchten Übungen erhöht. 

Ich selbst trainiere jetzt seit 7 Jahren jede Woche 1-2 Mal mit EMS und liebe diese Trainingsmethode! Denn ich fühle mich danach super wohl, angenehm ausgepowert, erreiche spezifische Trainingsziele und kann immer noch beobachten, wie sich mein Körper positiv verändert. 

Bei einem unverbindlichen Probetraining (mit oder ohne Training) können sämtliche Fragen gestellt werden die dich interessieren und beschäftigen, und wir werden uns rücksichtsvoll und gewissenhaft um dein Wohlergehen kümmern!

Einen guten Start in die Woche wünsche ich dir!

Herzliche Grüße,

Moye Kolodin

P.S.: Kennst du jemanden, der Angst vor Strom hat? Dann leite diese Nachricht sehr gerne weiter!

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