Bluthochdruck natürlich senken

Den Bluthochdruck natürlich senken

Wurde bei dir ein erhöhter Blutdruck festgestellt oder besteht ein hohes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen in deiner Familie?

Suchst du einen Weg deinen Blutdruck NATÜRLICH zu senken oder ergänzend zu Medikamenten etwas dagegen zu tun?

Dann ist dieser Artikel für dich. Grundlage ist es nämlich nicht nur den Blutdruck zu senken, sondern auch zu verstehen, WARUM dein Körper diesen so reguliert.

Unsere Überzeugung ist: ein GESUNDER KÖRPER hat auch einen GESUNDEN BLUTDRUCK.

Ziel ist es also Gesundheit zu schaffen!!!

Wie verbreitet ist Bluthochdruck?

Nach den Zahlen des RKI (2015) sind knapp 20-30 Millionen Deutsche von Bluthochdruck betroffen. Ein Drittel davon weiß es noch nicht einmal!!! Auch wenn du selbst vielleicht nicht betroffen bist, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass du jemanden kennst.

Nach Schätzungen soll der Trend von Bluthochdruck bis 2025 auf 29% weltweit ansteigen. Gerade mit höherem Alter steigt der Trend drastisch an und erhöht das Risiko für chronische Erkrankungen und dysfunktionales Altern.

Bluthochdruck ist der größte Risikofaktor für die Entwicklung von Nieren- und Herz-Kreislauferkrankungen. Dem Killer Nummer 1 in unserer heutigen Gesellschaft.

Bluthochdruck in Zahlen:

Dein Blutdruck wird in 2 Zahlen angegeben z.B. 120 zu 80 mmHg. Dabei misst die erste Zahl den systolischen (Druck gegen deine Blutgefäße, wenn dein Herz sich anspannt) und die zweite Zahl den diastolischen (Druck gegen deine Blutgefäße, wenn dein Herz sich entspannt).

  • Optimal: bei 120 zu 80 mmHg
  • Hochnormal: 130-139 zu 85-89 mmHg
  • Bluthochdruck: Grad 1: 140-159 zu 90-99 mmHg
  • Bluthochdruck: Grad 2: 160 -179 zu 100-109 mmHg
  • Bluthochdruck: Grad 3: >180 zu >110 mmHg

Ist dein Blutdruck dauerhaft erhöht belastet das nicht nur das Herz und die Nieren, sondern es kommt zur Schädigung deiner knapp 100.000 km Blutgefäße. Schädigung und Risse der Innenwände deiner Blutgefäße fördern wiederum chronische Entzündungsreaktionen und steigern die Wahrscheinlichkeit, dass sich Ablagerung (Plaque) ansammelt. (siehe Abbildung)

Bluthochdruck macht sich auch bemerkbar über:

  • Müdigkeit
  • innere Unruhe
  • Erschöpfung
  • Kurzatmigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Potenzstörungen
  • verringerte Stresstoleranz

Bluthochdruck begünstigt die Atherosklerose. Als Folge kann es to Gefäßverengungen und Gefäßverschlüsse kommen

Warum entsteht Bluthochdruck?

Der Blutdruck wird von mehreren Systemen und Organen in unserem Körper reguliert und angepasst. Dabei spielen vor allem unser Herz und Blutgefäße, unsere Nieren, das Nervensystem/Hormone eine wichtige Rolle. Unser Blutdruck unterliegt natürlichen Schwankungen über den Tag. Ein gesunder Körper reguliert den Blutdruck nach oben, verengt die Blutgefäße, um mehr Sauerstoff und Nährstoffe zu den Zellen transportieren zu können, damit wir körperlich und mental Höchstleistungen bringen können, unser Überlebensmodus. Kommen wir zur Ruhe entspannen sich die Blutgefäße, der Herzschlag fährt runter, Stresshormone werden wieder abgebaut und unser Körper fährt zurück in den Heilungsmodus.

Ständig strebt er eine Balance dieser beiden Systeme an (Überleben vs. Heilen). Damit diese Balance (Homöstase) gewährleistet werden kann muss unser Körper auf 3 Ebenen funktionieren:

  • Hormonebene: Eine Balance von natürlichen Rhytmen (z.B. Stress und Erholung)
  • Organebene: Gesunde und belastbare Organe und Gewebe (z.B. Herz, Nieren und Blutgefäße)
  • Nährstoffebene: Optimale Versorgung mit Nährstoffen und Bausteinen (z.B. Vitamine, Minerale und Antioxidanzien)

Hier sind die 3 wichtigsten Bereiche und Kernursachen, die du angehen kannst, um deinen Blutdruck natrülich zu senken. Oft finden wir bei unseren Kunden eine Kombination aus allen drei!!!

Kernursache Nr. 1: Dauerstress – Ein Körper im Überlebensmodus

Nummer 1 Priorität deines Körpers ist das Überleben. Wird eine Gefahr (Stress) wahrgenommen, wird alles mobilisiert, damit wir den Moment überleben, die Langzeitfolgen für Gesundheit sind erst einmal uninteressant. Sind wir gestresst schaltet unserer Körper in diesen Überlebensmodus. Für kurze Zeit bringt uns das zu Höchstleistungen, dauerhaft erhöht macht es uns Krank.

Chronischer Stress gilt als Risikofaktor für fast alle chronischen Erkrankungen!!!

Dabei ist unserem Körper egal, wo der Stress seinen Ursprung hat, oft summieren sich diese über Jahre und eine Reaktion unseres Körpers, damit umzugehen ist Bluthochdruck. In unseren Coaching versuchen wir die größten externen und internen Stressoren zu finden:

  • Umweltstressoren (Umweltgifte, Toxine, Lärm, Luftverschmutzung, Chemikalien…)
  • Biologische Stressoren (Krankheit, Medikamente, Übergewicht, Infektionen, Nährstoffmängel…)
  • Mentale Stressoren (Leistungsdruck, Existenzangst, Einsamkeit, emotionales Trauma…)
  • Lebensstilstressoren (Schlafmangel, Bewegungsmangel, ungeeignete Ernährung, Naturmangel…)

Gerade Mental-emotionaler Stress ist unserer heutigen Gesellschaft ein immer relevanter werdender Bereich. Eine Auswertung die 11 Studien zusammenfasst, zeigt einen Zusammenhang zwischen psychosozialen Stress (also Stress der z.B. auf der Arbeit und im Familienumfeld wahrgenommen wird) und Bluthochdruck. (1)

Gebe deinem Körper Sicherheit und gehe besser mit Stress in deinem Alltag um:

  • Finde heraus wo deine größten Stressoren im Leben liegen
  • Achte auf ausreichend Bewgeung und halte deinen Körper fit
  • Priorisiere guten Schlaf, um dich ordentlich zu erholen
  • Etabliere regelmäßig und ausgewogene Mahlzeiten
  • Untersützte in Stressigen Phasen mit wichtigen Mikronährstoffen

Kernursache Nr. 2: Chronische Dehydration und Mineralienmangel

Dein Körper besteht zu ca. 60-70% aus Wasser. Dein Blutplasma zu 91%. Dein Wasserhaushalt wird über deine Nieren und Mineralen gesteuert. Die Niere bestimmt konstant die „dicke“ deines Blutes, also das Verhältnis von Wasser und Elektrolyten, wie Natrium, Magensium und Kalium. Fehlt dem Körper Wasser oder Elektrolyte, um das Wasser an den richtigen Ort zu bringen, kommt es zur Dehydration. Chronische Dehydration und Dysbalance im Elektrolythaushalt kann zur „Verdickung“ des Blutes führen und somit den Druck erhöhen, den es braucht das Blut durch unsere Gefäße zu befördern.

Schlüsselfunktionen der Nieren in unseren Stoffwechsel. Quelle: https://www.nierenwissen.de/funktion-der-nieren/die-aufgaben-der-nieren

In unserem Coaching sehen wir oft, dass zu wenig Wasser getrunken wird, eine hohe Menge an Salz (Natrium-Chlorid) über verarbeitete Lebensmittel aufgenommen wird und gleichzeitig zu wenig Kaliumreiche Lebensmittel, wie frisches Gemüse und Früchte gegessen wird.

Ein Ernährungsumstellung und balancierter Mineralhaushalt können alleine effektiv sein im Senken von Bluthochdruck. (2)

“A high intake of these minerals [Calcium, Magnesium, Potassium] through increased consumption of fruits and vegetables may improve blood pressure levels and reduce coronary heart disease and stroke.” Houston & Harper 2008 (2)

  • Gehe sicher, dass du genügend Wasser über den Tag trinkst. Hier bietet sich ein Wasser an, dass reich an Mineralien wie Calcium und Magnesium an. Achte hierbei auf jeden Fall auf Glasflaschen. Trinke mind. 7 Gläser Wasser am Tag (2L)
  • Achte auf deinen Salzkonsum. Schränke verarbeitete Lebensmittel ein und salze deine Mahlzeiten nach Bedarf selbst. Nimm hier am besten ein Naturbelassenes Salz. In unserem Coaching empfehlen wir Himalaya Salz oder Stein/Alpensalz.
  • Esse mind. 6 Portionen buntes frisches Gemüse/Früchte oder achte auf besonders Kaliumreiches Gemüse, wie Kokoswasser, Karotten, Hülsenfrüchte, Kartoffeln und Bananen
  • Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, macht es Sinn deine Nierenfunktion und Elektrolyte über eine funktionelle Labordiagnostik zu bestimmen.

 

Kernursache Nr. 3: Entzündete und geschädigte Blutgefäße

Um die Schädigung von Blutgefäßen etwas zu verdeutlichen, nehmen wir hier das Beispiel einer oberflächlichen Wunde auf unserer Haut. Schädigen wir unsere Haut zum Beispiel durch einen Schnitt kommt zur Ausblutung der Wunde, durch die Gerinnung des Blutes wird ein großer Blutverlust verhindert. Es bildet sich ein Gerinnsel. Ist die Wunde abgedichtet können Imunzellen das geschädigte Gewebe abtragen und den Heilungsprozess einleiten. Reißen wir diese Gerinnsel immer wieder ab oder streuen etwas in die Wunde wird die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion und chronische Entzündung immer größer.

Blutgefäße die Schäden nehmen, entwickeln kleine Risse und müssen wie eine Wunde auf unserer Haut wieder abgedichtet werden, um zu heilen. Damit die Gerinnsel nicht sofort wieder aufreißen ziehen die Blutgefäße sich zusammen und verlieren ihre Fähigkeit sich ordentlich zu weiten.

Entzündungen helfen hier den Heilungsprozess anzutreiben. Immunzellen werden dadurch aktiv, bekämpfen Infektionen und tragen tote Zellen ab. Kommt es zu einer konstanten Reizung und Schädigung fördert, das chronische Entzündungen der Gefäßwände. (z.B. durch chronischen Stress, Organschäden, Nährstoffmängeln, Zellstress…) Die Blutgefäße bleiben dauerhaft gereizt und verengt.

Chronische Entzündungen und Dysfunktion der Innenwandzellen der Blutgefäße, sind sowohl Ursache als auch Risiko für das Entwickeln von Bluthochdruck. (3)

Es gibt einige Nährstoffe und Kräuter aus der Naturheilkunde, die helfen können Entzündungen zu regulieren und die Regeneration der Blutgefäße unterstützten. Zum Beispiel ist eine optimale Magenisum, Vitamin D3 und Omega-3 Versorgung essentiell für gesunde Blutgefäße.

Gerade der Konsum von den essentiellen Omega-3 Fettsäuren, EPA und DHA, senkt Entzündungsprozesse im Körper und hat eine „weitende“ (Vasodilatation) Wirkung auf die Blutgefäße. Ein Konsum von 2-3g EPA/DHA zeigt eine signifikante Senkung des Blutdrucks. (4)

  • Optimiere deinen Omega-3, besonders EPA, Konsum über Fisch aus Wildfang oder hochwertige und laborgetestete Fischölpräparate
  • Halte deine Blutgefäße fit, indem du dich regelmäßig bewegst und körperlich forderst!!!
  • Finde eine Ernährung, die Entzündungen in deinem Körper gut reguliert und ihm hilft besser damit umzugehen

Ich hoffe du verstehst mittlerweile die Relevanz des Themas und aber auch, dass in unserem Körper nicht in Isolation passiert. Alles hat eine Ursache und ist miteinander verbunden. Auch du kannst mit der richtigen Herangehensweise an deiner Gesundheit arbeiten. Eine Medikamentation kann aus unserer Sicht ein guter erster Schritt sein, dennoch aber keine Langzeitlösung. Gleichzeitig solltest du dich auf das Schaffen von Gesundheit konzentrieren.

GESUNDER KÖRPER hat auch einen GESUNDEN BLUTDRUCK.

In unseren Coaching Programmen bekommst du über funktionelle Labordiagnostik einen Überblick wo dein Körper steht, was ihm fehlt und welche Lebensstilentscheidungen, dich Krank oder Gesund machen. Dann gehen wir diese gemeinsam Schritt für Schritt an.

 Quellen:

  • Association between psychosocial stress and hypertension: a systematic review and meta-analysis

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28415916/

  • Potassium, magnesium, and calcium: their role in both the cause and treatment of hypertension

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18607145/

  • Inflammation, Immunity and Oxidative Stress in Hypertension- Partners in Crime?

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6816256/

  • Omega‐3 Polyunsaturated Fatty Acids Intake and Blood Pressure: A Dose‐Response Meta‐Analysis of Randomized Controlled Trials

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9238708/

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